„Oberes und unteres Sprunggelenk tragen die gesamte Last des aufrechten Ganges und passen den Fuß an Unebenheiten des Bodens an.“
Wie sich Funktionsstörungen und Reizungen im Sprunggelenk im Alltag typischerweise bemerkbar machen.
Reizung der Achillessehne oder des Bandapparats nach Ruhelage.
Mangelnde Bandspannung oder Defizite der Tiefenwahrnehmung.
Venöse Stauung oder chronische Reizung der Synovialmembran nach Belastung.
Überlastung der peronealen Muskeln an der Außenseite.
Von altersbedingten Knorpelveränderungen bis zu muskulären Dysbalancen und Fehlbelastungen.
Spätfolge von Bänderrissen (Supinationstrauma) oder Knöchelfrakturen.
Ungedehnte oder ausgeleierte Außenbänder nach wiederholtem Umknicken.
Entzündliche Reizung oder Mikrorisse im Bereich der Achillessehne.
Knick-Senkfuß mit asymmetrischer Hebelwirkung auf das obere Sprunggelenk.
Propriozeptives Balancetraining schult die neuromuskuläre Reaktionsgeschwindigkeit und schützt das Sprunggelenk effektiv vor erneutem Umknicken.
„Gelenke leben von Bewegung. Ein geschontes Gelenk verliert Knorpelsubstanz und muskuläre Führung.“
Tragen Sie festes Schuhwerk mit stabiler Fersenkappe auf unebenem Untergrund. Bauen Sie Balanceübungen beim Zähneputzen ein.
Alle Alltagstipps ansehenEvidenzbasierte Übungen zur Stabilisierung, Kräftigung und Mobilisation. Klicken Sie auf eine Übung für die Detailanleitung.
Kräftigung der Wadenmuskulatur, Stabilisierung des Sprunggelenks und Förderung des venösen Rückflusses.
Förderung der Tiefensensibilität (Propriozeption), Sturzprophylaxe und Sprunggelenkstabilität.
Mehrdimensionale Mobilisierung des oberen und unteren Sprunggelenks.
Aktivierung des Sprunggelenks und Verbesserung der Gleichgewichtsreaktionen im Vor- und Rückfuß.
Sensomotorisches Training auf Therapiekreiseln, Mobilisation des Talus und Kräftigung der Peronealmuskeln.
Mehr über PhysiotherapieStabilisierende Bandagen bei längeren Wanderungen, orthopädische Schuheinlagen und aktives Gleichgewichtstraining.
Überblick aller TherapienUnfähigkeit, vier Schritte schmerzfrei aufzutreten, starke Schwellung und Hämatombildung nach einem Umknickereignis.
Wann zum Arzt: Gesamter LeitfadenEine ärztliche Abklärung ist insbesondere dann dringend ratsam, wenn Schmerzen plötzlich und sehr intensiv auftreten, nach einem Sturz oder Unfall entstanden sind, das Gelenk sichtbar überwärmt, gerötet oder stark geschwollen ist, Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl hinzukommen, die Beweglichkeit massiv eingeschränkt ist oder Beschwerden über mehrere Wochen anhalten bzw. kontinuierlich zunehmen.
Gelenkknorpel ist ein spezialisiertes, hochelastisches Gewebe, das die Enden der Knochen im Gelenk überzieht. Er wirkt wie ein natürlicher Stoßdämpfer und sorgt zusammen mit der Gelenkflüssigkeit dafür, dass Knochen mit extrem geringer Reibung reibungslos aneinander vorbeigleiten können.
Auf unebenem Boden (z. B. Kopfsteinpflaster oder Waldwegen) müssen die Bänder und die feinen Stabilisierungsmuskeln des Sprunggelenks ständig Mikrobewegungen ausgleichen. Bei geschwächter Tiefensensibilität oder vorangegangenen Umknickverletzungen führt dies schnell zu Überlastungsschmerz. Hier hilft gezieltes Balancetraining.
Vollständig verhindern lässt sich der natürliche Alterungsprozess von Gewebe nicht. Jedoch lässt sich das Risiko für schmerzhafte Funktionsverluste drastisch reduzieren: durch lebenslange regelmäßige Bewegung, Normalgewicht, Vermeidung von Fehlbelastungen und schnelles Auskurieren von Gelenkverletzungen.