„Bei Hüftarthrose gehören Bewegungstherapie und Physiotherapie zu den wichtigen Behandlungsmaßnahmen. Das Hüftgelenk bildet das biomechanische Zentrum des menschlichen Körpers.“
Wie sich Funktionsstörungen und Reizungen im Hüftgelenk im Alltag typischerweise bemerkbar machen.
Typisches Leitsymptom von Hüftgelenksreizungen, oft tief in der Leistenbeuge spürbar.
Schwierigkeiten beim Sockenanziehen oder Einsteigen ins Auto.
Verkürzte Hüftbeuger und geschwächte Gesäßmuskeln hemmen die Aufrichtung.
Häufig Reizung der Trochanter-Sehnenansätze oder der Schleimbeutel.
Von altersbedingten Knorpelveränderungen bis zu muskulären Dysbalancen und Fehlbelastungen.
Abnutzung des Knorpelbelags im Kugelgelenk zwischen Hüftkopf und Acetabulum.
Knöcherne Engpässe zwischen Schenkelhals und Pfannenrand.
Überlastung der Ansätze der Gesäßmuskulatur am großen Rollhügel.
Muskuläre Schieflagen oder Beinlängendifferenzen mit ungleicher Kraftübertragung.
Bewegung regt die Bildung von Synovialflüssigkeit im tiefen Gelenkspalt an. Gezielte Stärkung der Abduktoren stabilisiert das Becken und verhindert das schädliche Absinken der Hüfte beim Gehen.
„Gelenke leben von Bewegung. Ein geschontes Gelenk verliert Knorpelsubstanz und muskuläre Führung.“
Vermeiden Sie zu tiefe, weiche Sofas. Verwenden Sie beim Schlafen auf der Seite ein Kissen zwischen den Knien, um das Becken horizontal auszurichten.
Alle Alltagstipps ansehenEvidenzbasierte Übungen zur Stabilisierung, Kräftigung und Mobilisation. Klicken Sie auf eine Übung für die Detailanleitung.
Kräftigung der seitlichen Gesäßmuskeln (Gluteus medius) für mehr Beckenstabilität beim Gehen.
Stärkung der großen Gesäßmuskeln und der hinteren Oberschenkelkette zur Entlastung der Lendenwirbelsäule.
Mobilisierung des Iliosakralgelenks (ISG) und der unteren Lendenwirbel.
Stabilisierung der Hüft- und Rumpfmuskulatur sowie Koordination des Standbeins.
Manuelle Traktion zur Entlastung des Hüftkopfs, Dehnung des Musculus iliopsoas und aktives Krafttraining der Außenrotatoren und Abduktoren.
Mehr über PhysiotherapieAktive Bewegungstherapie, dosierte Gehstrecken, Fahrrad-Ergometer und physikalische Wärmeanwendungen vor dem Training.
Überblick aller TherapienUnfähigkeit, das Bein zu belasten, Schmerzen nach Sturzereignissen oder ausstrahlende Schmerzen mit Taubheitsgefühl im Bein.
Wann zum Arzt: Gesamter LeitfadenZunächst eine genaue funktionelle Betrachtung: Häufig sind eine verkürzte Hüftbeugemuskulatur (durch langes Sitzen) sowie geschwächte Gesäßmuskeln an Beschwerden beteiligt. Gezieltes Krafttraining für den Gluteus medius (z. B. seitliches Beinheben), sanftes Dehnen der Hüftbeuger, moderate Spaziergänge auf ebenem Untergrund und das Vermeiden zu tiefer Stühle können die Hüfte deutlich entlasten.
Sehr deutlich: Bei jedem normalen Schritt wirkt auf das Knie etwa das Zwei- bis Dreifache des Körpergewichts, beim Treppenabsteigen sogar bis zum Fünffachen. Schon eine moderate Gewichtsreduktion von wenigen Kilogramm entlastet die tragenden Gelenke von Knie, Hüfte und Sprunggelenk bei jedem einzelnen Schritt um viele Tonnen Belastung pro Tag.
Bei Schulterschmerzen sollte nicht direkt auf der betroffenen Seite geschlafen werden; in Rückenlage kann ein flaches Kissen unter dem Ellenbogen die Schulter stützen. Bei Hüftschmerzen empfiehlt sich in Seitenlage ein Kissen zwischen den Knien, um das Becken gerade zu halten und die Hüftabduktoren zu entlasten.
Es gibt keine starre Zahl, die für alle Menschen gilt. Die oft zitierten 10.000 Schritte sind kein medizinisches Dogma. Für Menschen mit Gelenkbeschwerden sind oft schon 4.000 bis 6.000 gleichmäßige, über den Tag verteilte Schritte ein hervorragendes Maß. Wichtiger als Höchstwerte ist die Schmerzfreiheit und Regelmäßigkeit.