Was genau ist Arthrose?
Arthrose ist eine degenerative Veränderung des Gelenkknorpels, die im Laufe der Zeit auch den darunterliegenden Knochen, die Gelenkkapsel und die umgebende Muskulatur betrifft. Sie ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung bei Erwachsenen.
Röntgenbild versus persönliches Wohlbefinden
Eine der wichtigsten Erkenntnisse der modernen Gelenkforschung: Das Ausmaß der im Röntgenbild sichtbaren Knorpelabnutzung stimmt erstaunlich oft nicht mit dem Schmerzempfinden überein. Viele Menschen mit fortgeschrittener radiologischer Arthrose leben nahezu beschwerdefrei, während andere bei geringen Knorpelveränderungen stärkere Schmerzen empfinden. Warum? Weil die Stabilität der Muskulatur, die Reizfreiheit der Kapsel und das persönliche Schmerzempfinden entscheidend sind.
„Wir behandeln keine Röntgenbilder, sondern Menschen. Ein arthrotisches Gelenk mit kräftiger Muskulatur kann über Jahrzehnte voll alltagstauglich bleiben.“
Die vier Säulen des Arthrosemanagements
- 1. Gezielte Bewegung: Der Knorpel wird wie ein Schwamm durch wechselnde Be- und Entlastung ernährt.
- 2. Kräftigung der Muskulatur: Starke Beinstrecker und Gesäßmuskeln fangen Stoßbelastungen ab.
- 3. Gewichtsoptimierung: Jedes verlorene Kilogramm Körpergewicht entlastet Knie und Hüfte bei jedem Schritt um ein Mehrfaches.
- 4. Entlastung bei akuten Reizschüben: Kälteanwendungen und temporäre Entlastung beruhigen aktivierte Entzündungsphasen.