Der Unterschied zwischen Arthrose und Arthritis
Während Arthrose in erster Linie ein mechanisch-degenerativer Verschleißprozess ist, handelt es sich bei der Arthritis um eine primäre Entzündung der Gelenkinnenhaut (Synovialitis). Diese Entzündung greift Knorpel und Knochen aggressiv an, wenn sie nicht frühzeitig medikamentös gebremst wird.
Klassische Warnsignale einer entzündlichen Gelenkerkrankung
- Morgensteifigkeit über 45–60 Minuten: Die Gelenke fühlen sich zäh und unbeweglich an.
- Symmetrischer Befall: Häufig sind die gleichen Gelenke an beiden Händen oder Füßen gleichzeitig betroffen (z. B. Fingergrundgelenke).
- Teigige Schwellung und Überwärmung: Die Gelenke sind prall und druckschmerzhaft.
- Allgemeinsymptome: Müdigkeit, leichtes Fieber oder Appetitlosigkeit können begleitend auftreten.
„Bei Verdacht auf rheumatoide Arthritis zählt jeder Monat: Das sogenannte ‚Window of Opportunity‘ in den ersten Wochen ermöglicht durch moderne Basismedikamente das Verhindern von dauerhaften Gelenkschäden.“
Die Rolle der Physiotherapie bei Arthritis
In akuten Entzündungsschüben steht die Schonung, Entlastung und milde Kältetherapie im Vordergrund. In schubfreien Intervallen ist gezielte, gelenkschonende Bewegung unverzichtbar, um die Beweglichkeit der Sehnen und die Muskelkraft zu erhalten.