Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Gelenkbeschwerden im Alter ein unausweichliches Schicksal seien, mit dem man sich einfach abfinden müsse. Moderne Gerontologie und Sportwissenschaft zeichnen ein völlig anderes Bild.

Strukturveränderungen im Alterungsprozess

Mit den Jahren verliert das Bindegewebe an Wasserbindungsvermögen, die Knochendichte nimmt ab und Knorpelflächen zeigen natürliche Gebrauchsspuren. Dennoch korreliert das radiologische Bild (Röntgenbild) oft erstaunlich wenig mit den tatsächlichen Schmerzen.

Sarkopenie: Der Verlust von Muskelmasse als Haupttreiber

Der entscheidende Faktor für Gelenkbeschwerden im Alter ist häufig nicht der Knorpel, sondern der altersbedingte Muskelabbau (Sarkopenie). Werden Muskeln schwächer, müssen Gelenke ungefiltert Stoßbelastungen abfedern. Ein gezieltes Krafttraining – auch noch mit 70, 80 oder 90 Jahren – kann die Gelenke enorm entlasten.

Hinweis zur Selbsthilfe

Dieser Artikel dient der Vermittlung wissenschaftlicher Grundlagen und praktischer Anregungen. Er ersetzt bei akuten Beschwerden keine Konsultation beim Facharzt oder Physiotherapeuten.

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